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Preisentwicklung Photovoltaik

Der Preis einer Solaranlage richtet sich stark nach den verwendeten Komponenten. Deutliche Unterschiede gibt es Beispielsweise zwischen Deutschen Solarmodulen und Chinesischen Solarmodulen. Solarmodul Produzenten aus China, allen voran Yingli, Trina und Suntech dringen mit aller Macht auf den immer noch äußerst attraktiven Europäischen Markt. Großprojekte im Bereich der Photovoltaik werden inzwischen teilweise direkt von den Herstellern abgewickelt. Somit erstreckt sich die Wertschöpfungskette einiger Produzenten von der Herstellung des Silizium bis zur Projektplanung und Finanzierung von Solarparks. Ein äußerst lukratives Geschäft, doch wo bleiben die Deutschen Hersteller wie Schott Solar, Sovello und Q-Cells? Während Deutsche Firmen in den letzten Jahren noch unter den Top 10 der Photovoltaik Produzenten gelistet waren, sieht das Bild heute anders aus. Chinesen und Amerikaner teilen sich den Markt und kämpfen um Spitzenpositionen. Deutsche Hersteller haben es nicht verstanden qualitative Vorteile zu schaffen und zu kommunizieren. Langfristig ließ sich ein höherer Preis für Deutsche Solarmodule nicht rechfertigen. Stattdessen, hielt man Stur an einer unflexiblen Vertriebspolitik fest und manövrierte sich mit einer schlechten Betriebswirtschaftlichen Führung ins Abseits. Wie in anderen Branchen auch hat der Preiskampf aus China jedoch System. Ausgestattet mit Milliarden an Fördergeldern und politischer Rückendeckung werden Produktionsanlagen in Rekordtempo aus dem Boden gestampft. Der Technische Vorsprung der Industrienationen im Bereich der Solarzellen Produktion gibt es in dem Sinne nicht mehr. Denn fast alle der hoch automatisierten Produktionsanlagen kommen aus Europa. Die Produktion ist standardisiert und auf hohen qualitativen Niveau. Dank der Subventionen und niedrigen Lohnkosten werden die Produkte zu sehr attraktiven Preisen auf den internationalen Märkten angeboten. Der Zugang zum Rohstoff versperrte zunächst Chinesischen Herstellern den Weg in die Produktion. Doch diese Hindernisse wurden mit dem Bau eigener Silizium Anlagen aus dem Weg geschaffen und der Faktor Rohstoffkosten ist inzwischen kein Ausschlaggebendes Kriterium mehr. Vielmehr zeigen sich USD/EUR Wechselkurs und Angebot und Nachfrage als bestimmende Faktoren. Angebot und Nachfrage hängen vor allem von den politischen Rahmenbestimmungen und Förderprogrammen ab. Kürzungen in der Vergütung bedeuten einen niedrigeren Return on Investment bei gleichbleibenden Produktionskosten. Dementsprechend sinkt die Nachfrage nach durchgeführten Kürzungen von Vergütung und steigt bei sinkenden Preisen für PV Komponenten. Insbesondere bei sinkenden Solarmodul Preis. Diese machen nach wie vor ca. ¾ aller Kosten aus. Ein fast alljährlich wiederkehrender Zyklus ist die Preisentwicklung der Solarmodule in Deutschland. In Q1 und Q2 ist die Nachfrage generell gering. Zu diesem Zeitpunkt spekulieren viele Investoren noch auf fallende Preise. Die geringe Nachfrage lässt die Preise weiter in den Keller gehen, denn die Hersteller müssen Ihre Produktionsanlagen zu 100% ausnutzen und die Lagerkosten so gering wie möglich halten um effizient und profitabel arbeiten zu können. Wenn der Preis für die Komponenten dann jedoch einen entsprechenden ROI verspricht stürzen sich die Investoren wieder auf die Produkte. Zum Jahresende ist dann ein wahrer Run auf die Produkte zu verzeichnen da der Stichtag der Einspeisevergütung immer näher rückt.

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